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21. Januar 2009
Arbeitskreis Gesundheit des BDWi im Gespräch mit der CDU-Gesundheitsexpertin Widmann-Mauz
Zu einem Meinungsaustausch mit der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Annette Widmann-Mauz, kam der Arbeitskreis Gesundheit des Bundesverbands der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) am 21. Januar 2009 in Berlin zusammen.
 |  Bild vergrößern BDWi-Arbeitskreis Gesundheit und Soziales mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion Annette Widmann-Mauz (2. v. r.) |
Zunächst stand die Zukunft des Gesundheitssystems auf der Tagesordnung. Aus Sicht des BDWi und des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) muss die schleichende Austrocknung der privaten Krankenversicherung (PKV) durch die Politik gestoppt werden, will man die privaten Krankenversicherung als eine wichtige Stütze des Gesundheitssystems erhalten.
Frau Widmann-Mauz machte deutlich, dass die jetzigen Strukturen der PKV nicht überlebensfähig seien. Neue Geschäftsmodelle seien unabdingbar, sonst würden die Kosten in wenigen Jahren aus dem Ruder laufen. Sie forderte den BDWi und den BVK daher auf, sich innerhalb der Versicherungswirtschaft dafür stark zu machen, diese Diskussion weiter voranzutreiben, denn nur dann könnte die PKV die weitere gesundheitspolitische Diskussion künftig beeinflussen.
Im Bereich der Pflege wurden die verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Einstellung zusätzlicher Betreuungskräfte in Pflegeheimen diskutiert. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) zog eine positive Zwischenbilanz. Man gehe von einem Beschäftigungswachstum von 20.000 Arbeitsplätzen aus. Kopfzerbrechen bereite im Augenblick die Diskussion um die Mindestlöhne. Hierdurch seien erhebliche Kostenschübe zu erwarten, die in die Verhandlungen mit den Krankenkassen einzubeziehen seien.
Die positive Sichtweise des bpa sei eine Bestätigung für die Richtigkeit der Pflegereform des vergangenen Jahres, erklärte Frau Widmann-Mauz. Es sei wichtig, dass man möglichst schnell zu Abschlüssen mit den Krankenkassen komme, um die verbesserten Betreuungsmöglichkeiten in Pflegeheimen schnellstmöglich umzusetzen.
Der Vertreter der Zahntechniker hob in seinem Plädoyer die Bedeutung des Zahntechnikerhandwerkes für die Zahngesundheit in Deutschland hervor. Die Spitzenqualität in Deutschland habe jedoch auch ihren Preis, was die Politik unbedingt begreifen müsse. Wer einen leistungsfähigen Zahnersatz in unserem Land wolle, der müsse den gewaltigen Kostendruck auf die Zahntechniker abmildern, zumal die private Krankenversicherung seit einiger Zeit ein Preisniveau anstrebe, dass nur noch wenig über dem der gesetzlichen Krankenkasse liege.
Auch Frau Widmann-Mauz sah politischen Handlungsbedarf bei den künftigen Bedingungen für die Zahntechniker. Darüber werde die Union in den nächsten Monaten beraten. Dabei stehe der Erhalt der deutschen Zahntechniker außer Frage. Wichtig sei, dass sich der Berufsstand endlich aktiv und konstruktiv an diesem politischen Diskussionsprozess beteilige.
Beide Seiten, der Arbeitskreis Gesundheit und Frau Widmann-Mauz, zeigten sich überzeugt, im Rahmen künftiger Gespräche an den diskutierten Reformbaustellen gemeinsam weiter arbeiten zu können.
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