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BDWi-Report 08/09

Verehrte Leser

auch für die Dienstleistungswirtschaft hat das Jahr 2008 eine Zäsur gebracht. Bis in die zweite Jahreshälfte hinein konnten gute Wachstumsraten erzielt und der Beschäftigungsaufbau weiter vorangetrieben werden.

Als die Bankenkrise im Verlauf des Herbstes auf die Realwirtschaft, vor allem auf die exportabhängige Industrie durchzuschlagen begann, wurden auch die ersten Dienstleistungsbranchen in den Sog des Abschwungs gezogen. Dies galt vor allem für unternehmensnahe Dienstleister, wie etwa die Zeitarbeit, deren Auftragslage sich deutlich verschlechterte.

Gleichwohl ist zuviel „Schwarzsehen“ nicht angebracht. Insgesamt ist die Dienstleistungswirtschaft aufgrund ihrer mittelständischen Struktur robust und flexibel genug, um auch in Zeiten des Abschwungs weitgehend intakt zu bleiben. Erinnern wir uns: in den Krisenjahren 2001 bis 2003 war die Dienstleistungswirtschaft der Sektor, der Beschäftigung aufgebaut und positive Wachstumsraten erreicht hat. Auch in der jetzigen Krise werden die Dienstleister ihren Beitrag zur Überwindung der Rezession beitragen.

Nicht unbedeutend werden dazu die sozialen und haushaltsnahen Dienstleister beitragen. Unsere Gesellschaft, die erst am Beginn eines rasanten demographischen Wandels steht, hat ihren Bedarf an solchen Dienstleistungen noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Eine besondere Herausforderung wird dabei nicht nur die Betreuung älterer Menschen sein, sondern vor allem auch eine qualitativ bessere soziale Infrastruktur für Kinder und Heranwachsende. Hier ist die Politik in der Pflicht, künftig noch bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.

Wachstumsimpulse werden in den nächsten Monaten sicherlich von den Konjunkturpaketen ausgehen. Gerade die steuerliche Förderung von privaten Haushalten als Arbeitgeber ist dabei von großer Wichtigkeit. Leider hat es die Große Koalition in den Jahren des Aufschwungs versäumt, die strukturellen Reformen am Steuersystem und in den Zweigen der Sozialversicherung anzupacken. Vor diesem Hintergrund sind die konjunkturstützenden Maßnahmen der Regierungskoalition lediglich Notmaßnahmen, aber kein grundsätzlich zukunftsfähiger Reformansatz. Man wird wohl erst wieder durch ein tiefes wirtschaftliches Jammertal gehen müssen, ehe die Politik die Unabwendbarkeit weiterer Reformen erkennt. Die Regierung Schröder hat dies mit allen Konsequenzen erfahren müssen.

Neben dieser wirtschaftlichen und politischen Kurzanalyse zu Beginn des Jahresberichts sei auch ein kurzer Blick auf den BDWi geworfen. Drei Jahre nach ihrer Gründung ist die Spitzenorganisation der Dienstleistungswirtschaft zusammen mit ihren Mitgliedsverbänden ein fester Bestandteil der politischen Szene in Berlin und allenthalben anerkannt. Davon sollen sie sich auf den kommenden Seiten dieses Berichtes selbst überzeugen können.

Mein Dank gilt auch in diesem Jahr all jenen, die den BDWi und damit die Dienstleistungswirtschaft politisch unterstützt und gefördert haben.

Ihr

Werner Küsters, Präsident des BDWi


Der vollständige BDWi-Report 08/09 steht für Sie hier zum Download bereit

BDWi-Report 08/09 - (PDF 12,6 MB)

BDWi-Report 08/09 kleine Datei - (PDF 3 MB)

Darüber hinaus können Sie auch die Jahresberichte 2006 und 2007 herunterladen.

Jahresbericht 2007 kleine Datei - (PDF 3,5 MB)

Jahresbericht 2006 kleine Datei - (PDF 2,9 MB)

 

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